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Extrakorporaltherapie

Für die Extrakorporaltherapie kommen in der Medizinischen Klinik 3 drei verschiedene Verfahren zu Einsatz.

Als Apherese bezeichnet man Behandlungsverfahren, deren Therapieeffekte auf der extrakorporalen Elimination pathogener Proteine (hier Autoantikörper), proteingebundener pathogener Substanzen oder pathogener Zellen des Blutes besteht. Die zu therapeutischen Zwecken notwendige extrakorporale Entfernung pathogener Substanzen aus dem Blut kann entweder durch Separation des Plasmas von den Blutzellen mit Hilfe eines Membranplasmaseparators erfolgen (Plasmaseparation) oder mit Hilfe einer Hämozentrifuge durchgeführt werden.

Plasmaaustausch

Beim unselektiven Plasmaaustausch (Plasmapherese) wird das gesamte separierte Patientenplasma verworfen, wobei neben pathogenen auch alle anderen, wichtigen Eiweiße (z.B. Gerinnungsfaktoren) eliminiert werden, was eine anschließende Substitution dieser Faktoren erforderlich machen kann.

Immmunadsorption

Bei den selektiven Plasmaphereseverfahren wird mit Hilfe von Adsorption, Präzipitation oder Filtration das pathogene Protein aus dem separierten Plasma entfernt, das anschließend ohne wesentlichen Volumenverlust reinfundiert wird. Auf eine Substitutionslösung kann hierbei verzichtet werden. Durch die unspezifische bzw. spezifische Absenkung dieser Antikörper mittels Extrakorporaltherapie lassen sich Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes, Pemphigus vulgaris, dilatative Kardiomyopathie sehr positiv in ihrem weiteren Verlauf beeinflussen.

Photopherese

Bei der extrakorporalen Photopherese werden durch eine Zentrifuge die zellulären Bestandteile so aufgetrennt, dass man autologe periphere mononukleäre Zellen gewinnt. Diese werden dann mit Methoxypsoralen in flüssige Form versetzt und anschließend mit langwelligem Ultraviolett-A-Licht bestrahlt und dem Patienten zurückgegeben. Sehr gute Erfolge konnten hier bei kutanen T-Zell-Lymphomen bzgl. der Hauterscheinungen erreicht werden. Mittlerweile ist dieses Verfahren in der Behandlung von kutanen T-Zell-Lymphomen zugelassen. Es gibt mittlerweile sehr gute Daten, dass dieses Verfahren auch bei anderen T-Zell-vermittelten Erkrankungen (akute und chronische GvHD, Sklerodermie) eine hervorragende Wirkung erzielen kann.

Ärztliche Leitung:
Dr. Jürgen Rech
Funtkionsoberarzt
Telefon: 09131 85-43014
Standort: Station Schönlein, Ulmenweg 18, 91054 Erlangen