BMBF - METARTHROS

Medizin 3

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Georg Schett

METARTHROS - Metabolischer Einfluss auf Gelenk- und Knochenerkrankungen

Im Rahmen des Forschungsnetzes Muskuloskelettale Erkrankungen bewilligte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2015 das Verbundprojekt METARTHROS - Metabolischer Einfluss auf Gelenk- und Knochenerkrankungen.  Das nationale, interdisziplinäre Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, die Gründe und Zusammenhänge der Volkskrankheiten Arthritis, Diabetes und Übergewicht zu erforschen.

Innerhalb von acht Teilprojekten und einer gemeinsamen klinischen Studie werden die molekularen Mechanismen für die Entstehung von chronisch-entzündlichen Gelenk- und Knochenerkrankungen in Verbindung mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Adipositas, untersucht.

Das interdisziplinäre Konsortium mit federführender Beteiligung von FAU-WissenschaftlerInnen erforscht die klinisch relevanten Schlüsselfaktoren und ihre Funktionseigenschaften im molekularen Wechselspiel zwischen Entzündung und Stoffwechsel. Dabei werden die Zellen des Fettgewebes, regulatorische Zellen, nukleäre Rezeptoren, verschiedene lösliche Marker des Fett- und Energiestoffwechsel sowie verschiedene Signalwege untersucht. Mit Hilfe von Bildgebungsverfahren wie hochauflösender Computertomographie, quantitativer Computertomographie und Magnetresonanztomographie werden Veränderungen der Knochenstruktur, des Fettgewebes und der Entzündung analysiert mit dem Ziel, neue Diagnosemethoden zu entwickeln. Durch die Kooperation mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf können umfassende Untersuchungen zum Einfluss von Diabetes auf Knochen- und Gelenkerkrankungen erfolgen. Neben der Auswertung von unterschiedlichen Patientenkohorten mit Diabetes und rheumatoider Arthritis analysiert das am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin angesiedelte Projekt epidemiologische Daten, um genaue Aussagen zur gegenseitigen Beeinflussung der Erkrankungen treffen zu können. Damit die wissenschaftlichen Ergebnisse möglichst schnell den Patienten zu Gute kommen können, werden die Verbunderkenntnisse in einer klinischen Studie überprüft.

 

Kontakt: Prof. Dr. med. Georg Schett

Projektkoordination: Sandra Jeleazcov

 

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