Allergien

Medizin 3

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Georg Schett

Allergien

Freisetzungsreaktion einer Mastzelle (Mastozyte). Mastzellen sind Zellen der Körperabwehr und sind ausschlaggebend für eine allergische Reaktion. Der Erstkontakt mit dem Allergen führt zur Bildung von Antikörpern. Diese binden an der Oberfläche der Mastzelle, sensilibisieren diese für eine Reaktion, so dass beim zweiten Kontakt mit den Allergenen die Mastzelle den Botenstoff Histamin freisetzt.

Allergien sind Folgen einer Immunreaktion gegen harmlose Ziele (z. B. Pollen, Tierhaare, Insektengift, Medikamente). Sie zeigen sich überwiegend an Grenzflächen, also Haut und Schleimhäuten (Atemwege, Darmtrakt).

Internistische Allergien gibt es auch an Blutzellen und Knochen, Gelenken und Muskeln, was den Betroffenen selten bewußt ist. Sogar systemische Reaktionen an verschiedenen Organen sind möglich.

Die hohe Kompetenz der Klinik für Rheumatologie und Immunologie sichert auch da eine qualifizierte Diagnostik. Ausgehend vom Beschwerdebild und der gemeinsamen Erörterung der in Betracht kommenden Auslösefaktoren wird eine diagnostische Strategie zur raschen Ermittlung der verantwortlichen Allergene und der krankmachenden Mechanismen entwickelt. Dies wird durch die Arbeiten eines leistungsfähigen Labors unterstützt.

Sofern der zuverlässigste Weg zur Behebung der Beschwerden - das Meiden des Kontaktes mit dem verantwortlichen Allergen - nicht möglich ist, wird eine krankheitsbezogene Therapie eingeleitet. Bei den meist vorliegenden Allergien vom Sofort-Typ (z. B. Asthma, Schock) tritt eine immunbiologische Hemmung (Toleranz) auf, die im beschwerdefreien Intervall begonnen und zur nachhaltigen Sicherung des Erfolgs über längere Zeit (bis zu mehreren Jahren in längeren Abständen) fortgesetzt wird. Bei einem Teil der Betroffenen kann dies mit Lösungen erfolgen, die unter die Lunge getropft werden.

Es gibt auch sogenannte Pseudo-Allergien, die vom Patienten von echten nicht zu unterscheiden sind. Besonders schwerwiegend ist die "Aspirin"-Intoleranz. Mittels eines speziellen Labortests an lebenden Zellen kann in der Medizinischen Klinik 3 aus einer Blutprobe diese krankmachende Anomalie festgestellt werden.

 
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