Rheumatoide Arthritis

Medizin 3

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Georg Schett

Ursachen verstehen

Konzept zur Entstehung einer Rheumatoiden Arthritis
Computertomografie Aufnahmen der Fingergelenke

Die rheumatoide Arthritis (früher auch als chronische Polyarthritis bezeichnet) ist eine Autoimmunerkrankung, deren Ursache bisher nicht vollständig geklärt ist. Nach heutigem Wissen spielen sowohl eine genetische Bereitschaft als auch Umweltfaktoren (wie z. B. Rauchen oder Paradontitis) in der Entstehung eine wesentliche Rolle.

Zahlen rund um die Erkrankung

Grundsätzlich kann jeder, unabhängig vom Alter, an rheumatoider Arthritis erkranken.

  • In Deutschland sind rund 800.000 Menschen erkrankt
  • Es sind 3 Mal so viel Frauen wie Männer sind betroffen
  • Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren erkranken am häufigsten an rheumatoider Arthritis 
  • Etwa 5% der Betroffenen sind jünger als 16 Jahren alt (Juvenile Idiopathische Arthritis).

Typische Symptome und Krankheitsverlauf im Überblick

Kennzeichnend für die Erkrankung ist, dass sie in Schüben verläuft, wobei sich symptomfreie Phasen und Phasen mit starken Beschwerden abwechseln.

Anfangsstadium

  • Schädigung der Knochen und Knorpel durch die Entzündung
  • Morgensteifigkeit
  • Symptome treten symmetrisch (beiden Körperhälften)

Im weiteren Verlauf

  • Schmerzen und Schwellungen in den Handgelenken, Fingergelenken und Fußgelenken
  • Gelenkverformungen und Verlust der Beweglichkeit
  • Rheumaknoten
  • Erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Lymphomen

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

  • klinische Untersuchung der Gelenke auf Schmerz und Schwellung
  • Messung der Entzündungswerte und des Rheumafaktors
  • Bestimmung der Autoantikörper gegen citrullinierte Proteine (CCP)
  • Einsatz von bildgebenden Verfahren: 
    Röntgen, Sonografie, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie

Wie wird die Rheumatoide Arthritis behandelt?

  • Methrotrexat ist der Goldstandard der Therapie der Rheumatoiden Arthritis und wird einmal wöchentlich in Tablettenform eingenommen.
  • Kombination aus Kortison und Methotrexat schützt bereits im Frühstadium vor der Knochenzerstörung
  • Biologika sind biologisch hergestellte Substanzen, die beispielsweise gegen entzündungsfördernde Botenstoffe (Tumornekrosefaktor-α oder Interleukin-6) gerichtet sind oder deren Wirkung hemmen. Sie kommen beim Versagen der Therapie mit Methrotrexat zum Einsatz.

Ziele der Behandlung

  • Hemmung der Entzündung und Linderung der Schmerzen
  • Schutz vor Knochen- und Knorpelschädigungen und somit
  • Erhalt der Funktion des Bewegungsapparates
  • Vermeidung von systemischen Spätschäden

Tipps für den Alltag

Ausgewogene, fleischarme Ernährung, regelmäßige sportliche Aktivität, Verzicht auf Nikotin

 
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