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Medizin 3

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Georg Schett
Uni-Klinikum, Deutsches Zentrum Immuntherapie, Medizin 3, Forschungsstiftung Medizin

Was ist Fieber?

Was steckt dahinter und wie geht man diagnostisch vor? Antworten gibt es auf der Bürgervorlesung am 22. Juli 2019

Rotglühendes Gesicht, ein prüfendes Fühlen der heißen Stirn und schließlich der Griff zum Thermometer – zuverlässig erkennen die meisten Menschen, wenn sie Fieber haben. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn der Körper derart überhitzt? Denn Fieber ist nur ein Symptom, keine eigene Krankheit. Wie und warum Fieber entsteht, welche Gegenmittel helfen und wann der Arztbesuch notwendig wird, darüber spricht Prof. Dr. med. univ. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen, in seiner Bürgervorlesung am Montag, 22. Juli 2019. Die Veranstaltung schließt die wieder gut besuchte Vorlesungsreihe für dieses Sommersemester ab.

36 bis 37 Grad Celsius – das ist die „Betriebstemperatur“ eines gesunden Körpers. Ein, zwei Grad wärmer gelten noch als „erhöhte Temperatur“, ab 38 Grad Celsius sprechen Ärzte schließlich von Fieber. „Die gesteigerte Körpertemperatur ist eine natürliche Reaktion des Organismus auf das Eindringen von Krankheitserregern“, erklärt Prof. Schett. „Erkennt das Immunsystem Bakterien oder Viren, regt es über Botenstoffe den Hypothalamus im Gehirn dazu an, die Temperatur zu erhöhen. Das funktioniert zum Beispiel über das Ankurbeln des Stoffwechsels oder über eine vermehrte Muskelarbeit – weshalb wir manchmal auch zu zittern beginnen.“ Der Clou: Bei Fieber laufen viele Vorgänge im Körper schneller ab, das Immunsystem kann etwa mehr Abwehrzellen schicken, um gegen eine Erkrankung vorzugehen.

„Meist tritt Fieber im Kontext akuter Infektionserkrankungen wie einer Erkältung oder Grippe auf und kann bei normalem Krankheitsverlauf zunächst mit Hausmitteln oder Medikamenten aus der Apotheke behandelt werden“, sagt Prof. Schett. „Vorsicht ist geboten, sobald ein sehr hohes Fieber von über 39 Grad Celsius vorliegt oder sich das Fieber nicht innerhalb weniger Tage von allein senkt. Eltern sollten außerdem wissen, ab welcher Körpertemperatur sie mit ihrem Baby oder Kind zum Arzt müssen.“

Einladung zur Bürgervorlesung

Was bei Fieber im Körper passiert und ab wann der Gang zum Arzt empfohlen wird, darüber spricht Prof. Schett in seiner Bürgervorlesung am Montag, 22. Juli 2019. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstraße 11, in Erlangen. Der Eintritt ist frei und die Besucher sind herzlich eingeladen, im Anschluss Fragen zu stellen.

Gesamtprogramm Vorlesungsreihe

Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. univ. Georg Schett
Telefon: 09131 85-39133
E-Mail: georg.schettatuk-erlangen.de

 

Veranstaltungskalender

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