Was ist Morbus Bechterew?
Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis) ist eine entzündliche Erkrankung, bei der die Iliosakralgelenke, die Wirbelsäule und der Brustkorb betroffen sind. Häufig tritt sie bei jüngeren Menschen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr erstmalig auf und betrifft mehr Männer als Frauen. Auffällig ist eine starke familiäre Häufung, die mit genetischen Merkmalen wie HLA-B27 verbunden ist.

Wie zeigt sich die Erkrankung?
Typisch für Morbus Bechterew ist der entzündliche Rückenschmerz. Über Monate schleichend tritt er bereits vor dem 50. Lebensjahr auf, besonders nachts und beim Aufstehen sowie in Ruhe ist er am schlimmsten. Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Diclofenac helfen, den Schmerz zu lindern. Im Krankheitsverlauf kann es zur Verknöcherung (Ankylose) der Wirbelkörper und so zu einer veränderten Körperhaltung und verminderten Beweglichkeit kommen.

 

 

Wie wird sie erkannt?
Neben den Krankheitsanzeichen ist der Nachweis von HLA-B27 und Entzündungs-werten im Blut wichtig. Wegweisend in der Diagnosestellung sind bildgebende Verfahren, wie die Magnetresonanztomografie, um Gelenksveränderungen zu erkennen.

Was kann man gegen Morbus Bechterew tun?
Eine Kombination aus schmerz- und entzündungshemmender Behandlung sowie Bewegungstherapie zur Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit erleichtert den Patienten das Leben. Wenn nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen, Diclofenac) die Beschwerden nicht mehr kontrollieren können, kommen spezielle Entzündungs-hemmer (Biologika) zum Einsatz, die Zytokine wie entweder Tumor-Nekrose-Faktor oder Interleukin-17 hemmen.

Tipps für den Alltag
Eine ausgewogene, fleischarme Ernährung, sportliche Bewegung (z. B. Nordic Walking, Schwimmen, Physiotherapie), Verzicht auf Nikotin

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