Ursachen verstehen

Kennzeichnend für die Ankylosierende Spondylitis ist eine Wirbelkörperentzündung mit Schmerzen und Versteifung der Gelenke. Aus welchen Gründen es zu dieser Erkrankung kommt, ist bisher nicht vollständig bekannt. Man geht davon aus, dass eine immunologische Störung vorliegt, die genetisch bedingt ist. Die Ankylosiernde Spondylitis ist zu den Autoimmunerkrankungen zu zählen, bei der sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet.

Zahlen rund um die Erkrankung

Die Ankylosierende Spondylitis gehört zu den chronisch entzündlich rheumatischen Erkrankungen.  Grundsätzlich kann jeder, unabhängig vom Geschlecht, an Ankylosierender Spondylitis erkranken, wobei die Symptome bei Frauen schwächer als bei Männern ausgeprägt sein können.

  • In Deutschland sind 400.000 bis 500.000 Menschen erkrankt.
  • Die Erkrankung wird meist im Alter zwischen 15 – 35 Jahren diagnostiziert.

Typische Symptome und Krankheitsverlauf im Überblick

Erstes Anzeichen der Erkrankung ist ein tief sitzender entzündlicher Rücken- und / oder Gesäßschmerz, der durch eine Entzündung der Gelenke zwischen Kreuz- und Darmbein ausgelöst wird.

Im weiteren Verlauf

  • Entzündung der Sehnenansätze (z. B. an der Ferse)

Mögliche Begleiterkrankungen

    • Mitbeteiligung der gesamten Wirbelsäule bis hin zur Versteifung
    • Regenbogenhautentzündung
    • Schuppenflechte
    • chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn)
    • Entzündung der Knie- und Sprunggelenke oft mit asymetrischem Befallsmuster

    Wie stellt der Arzt die Diagnose?

    • Befragung des Patienten nach dem Rückenschmerz, weiteren Symptomen, Begleiterkrankungen und verwandtschaftlicher Disposition
    • Messung der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und C-reaktives Protein (CRP)
    • Blutuntersuchung, ob HLA-B27 positiv
    • Einsatz von bildgebenden Maßnahmen: 
      Röntgen, Sonografie, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie

    Wie wird Morbus Bechterew behandelt?

    • Gegen die Schmerzen werden vor allem Medikamente aus der Klasse der nichtsteroidalen Antirheumatika wie Ibuprofen und Diclofenac verschrieben, die zum einen die Entzündung hemmen und zum anderen bei regelmäßiger Einnahme die Beschwerden im Rücken oder Becken lindern.
    • Glukokortikoide sind kortison-haltige Präparate, die einen stark entzündungshemmenden Effekt haben und immunsupressiv wirken, d. h. sie mindern bestimmte Reaktionen des Immunsystems, so dass z. B. keine Knochenneubildung mehr stattfindet. 
    • Biologika regulieren die Aktivitäten des Immunsystems. Die Entzündungsprozesse werden durch eine Blockade des Tumornekrosefaktor-α gebremst und verhindern neue Entzündungen in den Gelenken.

    Tipps für den Alltag

    Ausgewogene, fleischarme Ernährung, sportliche Bewegung (z. B. Nordic Walking, Schwimmen, Physiotherapie), Verzicht auf Nikotin

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