Die Auswirkungen der Aktivierung der Fibroblasten bei Sklerodermie und rheumatoider Arthritis

Leitung: Prof. Dr. med. Jörg Distler

Fibrotische Erkrankungen sind für bis 45% aller Todesfälle in den Industrienationen verantwortlich, therapeutische Interventionsmöglichkeiten stehen jedoch kaum zur Verfügung.

Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf der Erforschung der Pathomechanismen fibrotischer Erkrankungen (systemische Sklerose/Sklerodermie, chronische Graft-versus-Host- Erkrankung nach Knochenmarkstransplantationen, Lungenfibrose, Leberzirrhose, Nierenfibrose, hypertrophe Narben) und der Entwicklung neuer Therapieansätze. Hierzu identifizieren wir zunächst fehl-regulierte Signalkaskaden, die zu einer überschießenden Gewebeantwort mit vermehrter Aktivierung der Kollagensynthese durch Myofibroblasten führt, ex vivo an Patientenproben. Anschließend charakterisieren wir die Funktion und das therapeutische Interventionspotential der jeweiligen Signalwege in vitro und in verschiedenen Tiermodellen in vivo. Hierbei kommen auch neue optische Verfahren im Rahmen einer Kooperation mit dem Max-Planck Institut für die Physik des Lichts zum Einsatz (Immunophysics).

Vielversprechende Therapieansätze übertragen wir dann wiederum von bench-to-bedside und setzen sie, oft gemeinsam mit einem pharmazeutischen Partner, in klinische Studien bei Patienten mit fibrotischen Erkrankungen um.

Ausgewählte Publikationen von Prof. Dr. Jörg Distler